Mutter Erde geht in die Stadt

imvalentinoparkemr   albanientanztemr Der 9. Terra Madre Kongress von Slow Food verließ die dunklen Fiat-Hallen und ging in die Stadt. An allen Ecken Turins wuchs der Kohl. Auf dem Marktplatz wurde beispielhaft gekocht. Im Innenhof der Universität gab es eine Ausstellung zu der unglaublichen Diversität von Honig und dessen Sammelformen. Im wunderschönen Valentino-Park entlang des Flusses Po standen saatgutundmusikausborneoemrklHunderte von Ständen und präsentierten traditionelles Saatgut, alte meterhohe Roggensorten oder das Bier aus handwerklichem Betrieb. Die 7000 Delegierten aus 141 Ländern der Erde präsentierten ihr Engagement für klimatisch und landschaftlich angepasste Rindersorten, ihre auch zu Heilzwecken guten Kräutertees und diskutierten in zahllosen Workshops kohlinmittenturinsemrklauch bedrückende Probleme, wie das fortgesetzte Landgrabbing auf Kosten von Kleinbäuerinnen weltweit. Oder sie freuten sich über so ermutigende Projekte wie „10.000 Gärten für Afrika“, das rein aus Afrikanischer Initiative vor etwa fünf Jahren in Ruanda entstanden, jetzt schon über 2400 Gemeinschaftsgärten umfasst, in den vorbildlich und ökologisch Gemüse angebaut und kompostiert wird.  Viele der Delegierten hatten ihre traditionellen Gewänder mitgebracht und manche dazu auch ihre Musikinstrumente. So wurde spontan immer wieder mal getanzt, beispielsweise  bei den Albaniern oder bei den Musikanten aus Borneo.

Im Carignano-Theater, in dem ehedem Italien einmal gegründet worden war, fanden die großen Konferenzen statt. Alice Waters aus konferenzimtheateremrKalifornien, die Vizepräsidentin von Slow Food, bekannt dafür, dass sie die Menschen in ihrem Restaurant aus dem eigenen Garten versorgte, präsentierte stolz ihre Initiative für Schulgärten in der Westküstenregion der USA. Slow-Food-Gründer Carlos Petrini war begeistert von den Massai in Tansania, denen es gelungen ist, einen Angriff auf ihre traditionellen Landnutzungsrechte abzuwehren.

Insgesamt kann man den Slow Food Terra Madre Kongress 22. bis 29. September als eine gelungene Kooperation zwischen der Kommune Turin, der Region Piemont und einer überaus erfolgreichen „NGO“ betrachten, auf die Turiner nach anfänglichem Desinteresse heute stolz sind. Der bunte Umzug, die „Slow Food Parade“, hat mit den dieschoenstenaufderparadedietaiwaneremrbeeindruckenden Wildpilze-Sammlern mit ihren Kiepen (übrigens aus New England), den wunderschön bunt gewandeten Südost-Asiaten oder den lustigen Delegierten-Gruppen aus Afrika alle vergnügt gestimmt. Auf der Abschlußkundgebung beschenkten die Beteiligten sich gegenseitig, Alemitu neben mir bekam japanische Salzfischchen geschenkt, ich geräuchertes Salz aus Südafrika. „Vote with your Fork“ und unterstütze so die weltweit ackernden 500 Millionen Familienbetriebe, die die uns vielfältig ernähren, trotz der Übermacht der wenigen, den Weltmark dominierenden Giganten. Beeindruckende Foto-Ausstellungen, Kurz-Workshops von lokalen Wasserspar-Initiativen, Künstler-Events und Installationen in der ganzen Innenstadt zogen Tausende an…

Wandelwoche im Allmende-Kontor

wandelwocheauftaktWandelwoche im Allmende-Kontor: Ein wunderschönes Wandelwochen-Auftakt-Fest, mit Debatte zu Frage der Wiederkehr der Allmenden, ein Permakultur-Workshop mit Swantje vom Gleisbeet und Caterina, Martina und noch einer vom Allmende-Kontor resp. der Kompostgruppe. Zum Schluß bepflanzten die Workshopteilnehmerinnen das in Peter-Lenné-Gemeinschaftsbeet zwischen die gut angekommenen Erdbeeren vom letzten Jahr Kohlstauden-Setzlinge, die der Biohof „herb´s“ aus Dötlingen (im Oldenburger Land) gespendet hatte.

Während des tief in den Abend währenden Auftaktfests waren besonders die Gäste aus München und Stuttgart  entzückt von Blumen- und Gemüsefülle zu Wildwuchs und fantasievoller Anlage des Gartens.

Auch Filippos Polatsidis von „den Gärtnern“, einem Solidaritätsgarten von Arbeitslosen für Arbeitslose in Thessaloniki in wandelwocheimallmendekontorGriechenland war beeindruckt vom Gemeinschaftsgarten Allmende-Kontor, dem neuen Windrad und der Fahrrad-Reparaturinitiative auf dem Tempelhofer Feld… Auch eine öffentliche Debatte einiger Parlamentarierinnen, organisiert vom in Berlin neu gegründeten „Ernährungsrat“, mehr unter www.ernaehrungsratschlag.de, war Teil der Wandelwoche. Die Wandelwoche läuft noch eine ganze Woche in Berlin und Brandenburg mehr hier: bbb.wandelwoche.org

wandelwochebeackertlennebeetPS.: Und auch im Bundesumweltministerium ist der Gemeinschaftsgarten Allmende-Kontor angekommen: auf der neuesten Postkarte zum 30-jährigen Bestehen des BUMB wirbt man mit einer Ansicht des Allmende-Kontor auf dem Tempelhofer Feld… Zum „Geburtstags-Fest“ im TU-Campus am Gasometer in Berlin-Schöneberg war das „Urban Gardening“ – wie man so sagt – „prominent“ vertreten und auch nicht nur in Form von Postkarten und Pflanzenbegrünten Palettenbänken, sondern auch im Rahmen eines Workshops zum „Urban Gardening im Quartier“.

besucherimallmendegartenemr

Antinationaler Wurmhumus in der POG

künstlerinnenwurmhumus POGBücherMarmelade P1000823 DerSchönsteGartenDerPOGKartoffeln-Ernten an der Müritz, Tiere aus altem Eisen in einem Garten in Dangast am Jadebusen, Wildschöne Gemeinschafts-Gärten wie „O gpflanzt is“ im grünen München, ein freundlich gut besuchter Interkultureller Garten Rosenduft im Park auf dem Gleisdreieck Ost und schließlich der Wurmhumus des Ostasiatischen Gemeinschaftsgarten in der POG im Park auf dem Gleisrdreieck West – republikweit wird in Stadt und Land voller Leidenschaft gegärtnert und erfreut die Menschen mit erstaunlichen Ernten. Die Autorin kommt mit dem Beschreiben beeindruckender Gartenprojekte und ihrer Aktivitäten und Feste schier nicht hinterher.

Am Sonntag nun das Radio-1-Fest auf dem Gleisdreieck. Die wildeste Kleingartenanlage der Stadt, die POG, machte mit. POG heißt übrigens „Potsdamer Güterbahnhof Eisenbahn-Landwirtschaft“. Die Kolonie liegt am Bülowbogen in Berlin unter der hier hochlegten U-Bahn Nr.2.  Sie entstand ab 1945 in Westberlin zwischen zertrümmerten Bahnhöfen, nachdem die Sowjets die Schienen abmontiert hatten.Das Bahngelände gehörte wie die ganze Reichsbahn jedoch zu Ostberlin und so entwickelte sich unter der U-2 ein ganz besonderer Wildwuchs, da kein Bezirksamt je prüfen konnte, ob dort wohl das Kleingartengesetz auch brav eingehalten würde. Seitdem diese letzte Gartenkolonie Kreuzbergs vor eingen Jahren in den Park auf dem Gleisdreieck eingegliedert wurde, sind die hohen Bäume, die in Kleingärten nicht erwünscht sind, hier eigentlich sogar gerne geduldet. Denn ein Park ohne Schattenbäume, was wäre das in einer oft so aufgehitzten Großstadt wie Berlin? Unter solchen hohen Bäumen pflegen Okyun und ihre Freundinnen einen kleinen – nur 110 qm umfassenden – Gemeinschafts-Garten: einer der schönsten überhaupt. Hier blüht und gedeiht es hier in einem fort und fast alles ist eßbar. Die besondere Spezialität von Okyoung ist der Wurmhumus, den sie mit ihren Mitgärtnerinnen auf dem oben genannten Park-Fest dem staunenden Publikum vorführt. Im Stand nebenan bietet Laure eigene Kirschmarmelade an und Christophe präsentiert Berlin-Garten-Bücher der AG Kleinstlandwirtschaft. Und viele weitere Stände mit Stauden, Erdforscherprogrammen und Thüringer Würsten und anderem zeigen die erstaunliche Vielfalt, die heutige Kleingartenkolonien aufweisen können. Der Höhepunkt des Fests der POG-Aktiven vor dem Café Eule am 28.8. aber war sicherlich der Auftritt der Band „Antinational Embassy“, einer Gruppe junger Leute Hiesiger und Geflüchteter, die sich im letzten Jahr in Kreuzberg in der der Schule in der Ohlauer Straße kennen gelernt haben. Sie gründeten dort zusammen eine Hipp-Hopp-Band, mit der sie nun durch die Lande ziehen. – Der nimmermüde Volkmar von der AG Gleisdreieck bzw. der POG hatte die Verstärkeranlage besorgt und auf dem neuen Dorfplatz in der Gartenanlage aufgestellt. Und so begeisterten die Klänge der jungen Leute aus drei Kontinenten Alt und Jung, sogar die ganz kleinen Kinder tanzten mit… Erstaunlich und bewundernswert was ehrenamtliches Engagement so zustande bringen kann… mehr und weitere links hier: gleisdreieck-blog.de

Ein Gartentag im Allmende-Kontor

(c) Elisabeth Meyer-Renschhausen

Eine frische Briese fegt über das Tempelhofer Feld und macht die Hitze sehr viel erträglicher als anderswo in der Stadt. Aber auch hier ist es heiß und die Kinder haben offenbar mit dem Wasser gespielt, nachdem welche von der „Südstadt“ unseres Gemeinschaftsgartens Allmende-Kontor alle Schläuche aneinander geschraubt hatten, so dass auch die südlichen Randbeete per Schlauch begießbar sind. Ich übernehme und gieße mit Hilfe eines begeisterten kleinen Kindes namens Edu die Gemeinschaftsbeete wie den ehemaligen Getreidekringel. Als das Kind keine Lust mehr hat, hilft mir die alte Hildegard die restlichen Gemeinschaftsbeete wie das Peter-Lenne-Beet und die Obst-Bäume zu gießen. Hildegard, 86, ist neuerdings über Khatol, der sie beim Bewirtschaften ihres Beets hilft, in unserem Garten aktiv. Was mich freut: sie kommt vom Lande, von einer LPG und kennt sich aus. Danach fülle ich die blauen Tonnen auf, die natürlich wieder leer sind. Und schließlich rolle ich mit Hilfe von Hildegard alle die vielen Schläuche wieder ein und verschließe das Feuerwehrbesteck in seinem Kasten. Die jungen Männer, die auf der Bankgarnitur vor dem Bienenbeet sitzen, helfen mir bereitwillig den Schlauch über die Beete zu hieven, sie freuen sich eigentlich sogar, mir kurz helfen zu können. Anschließend werden wir von der türkischen Frauengruppe eingeladen, die sich im Schatten der Weide im amerikanischen „Kibbuz“ niedergelassen haben, mit ihnen zu picknicken. Ich genieße die wunderbar schlichte türkische Rohkostkultur. Wir sitzen da sehr schön und friedlich, aber nicht alle Frauen können deutsch. Es kommt kein gemeinsames Gespräch auf. Ich erkläre meiner Nachbarin, einer jungen Mutter, die öfter hier ist, welche Beete sie zu gießen helfen könnte. Erst den Samstag darauf, als wir uns wieder treffen, beginnt Sina zu erzählen, wer von ihnen kurdisch sei. Sie wünscht sich, dass wir wieder mehr Feste machen.

Zurück zum Sommertag im Juli: später pflanze ich meine Biokräuter, gieße mit Humofix angereichertem Wasser und mulche mit meinem mitgebrachten Rasenschnitt. Obwohl sie heute sehr trocken sind, sehen unsere drei Beete ganz gut aus: Topinambur, Bohnen und Kürbisse wachsen in ihren jeweiligen Kisten tapfer vor sich hin. Die rot blühenden Feuerbohnen bringen im Verein mit den orangenen Calendula Farbtupfer hinein. Die vielen Brennnesseln rings um die Beete verhindern allerdings erfolgreich, dass ich weder Petunie noch vorgekeimte Kartoffeln im Topinambur-Container verbuddeln kann… Als ich nach Sonnenuntergang davon radele, sitzen an den verschieden Tischen oder auch auf dem Rasen zwischen den Allmende-Kontors-Beeten um die acht große Picknickgruppen, die sich englisch, italienisch, türkisch, kurdisch oder deutsch unterhalten. Im uneingezäunten Park auf dem Gleisdreieck, den ich später durchquere, der inmitten der Stadt keine Schließzeiten kennt, sitzen im Dunklen bestimmt 15 Jugendgruppen…

Vom Verschwinden der Kühe und dem Hunger im Süden

INPoUnterKaritebäumenEMRWie das wohl sein könne fragen mich die Bekannten, sie wären bis nach Portugal quer durch Europa mit dem Zug gefahren und überall, besonders aber in Frankreich, wären ehedem vielfältige Landschaften gähnender Leere und erdrückend langweiligen Flächen gewichen. Kaum sähe man noch Kühe auf der Weide, keine bunten Wiesensäume mehr, auch kleine oder wilde Tiere wären nicht mehr zu sehen. Sie sind schwer enttäuscht. Und sind nicht sehr glücklich auf meinen Hinweis auf die seit Max Webers Zeiten wider alle nationalökonomische Vernunft vornehmlich die „Großgrundbesitzer“ fördernde und darüber leider meistens zugleich „Bauernlegende“ Agrarpolitik der Europäischen Union. Sie führt heute dazu, dass über die „Laufställe“, die zugunsten des Tierwohls eingeführt wurden, den Kühen ihr Weidegang verwehrt wird. Ähnlich grübelt man auch in der FAZ darüber nach, warum der Deutsche Bauernverband noch immer auf die „Umweltschützer“ einprügelt, statt einzusehen, dass keinem Erholungssuchenden wie auch keinem Essenden mit der bisherigen Politik des Immer-größer, Immer-mehr gedient ist. Ín einem Artikel mit dem schönen Titel „Was die Nachtigall stört“ entarnt Patrick Bahners die Landwirtschaft als „kollektivistischen Großindustrie“ (FAZ, 13. Juli 2016), und fragt sich, ob eventuell die Agrarwissenschaft Abhilfe schaffen könnte. Maisfressende Kühe verbannt in dunkle Ställen, Milch, billiger als Mineral-Wasser, Industrie- statt Kulturlandschaften: das will keiner. Könnte also nicht die Agrarwissenschaft durch wissenschaftlichen Nachweis der objektiven Notwendigkeit von Bodenpflege statt Überdüngung, Klimapolitik statt Versteppung, Bienenschutz statt Vermaisung nötig ist, helfen, die Landwirte als Landschaftpfleger anzuerkennen und entsprechend zu honorieren? Um gleich im Anschluß immerhin die Annahme der Agrarökonomie, man könne der Natur unbegrenzt Material entnehmen, ohne dafür eines Tages zahlen zu müssen, kritisch zu hinterfragen… Allerdings beruht der Lösungs-Vorschlag des Autors auf einer Versöhnung von Konventioneller und Ökolandwirtschaft mitsamt dem Traum von mehr Technik z.B. auch im Ökobereich: von führerlosen Traktoren, die behutsam wertvolle Ökotope umfahren. Der Autor übersieht die Tatsache, dass die Verschuldung infolge des Einkaufs von Hightec viele Landwirte so verschuldet hat, dass sie zu immer mehr Wachstum erpressbar geworden sind. Denn es waren die Schulden, die sie zu Klienten ihrer Kreditgeber machten, denen man sagen kann, wie sie sich verhalten sollen. Der Universitätsgeograf David Montgomery zeigt in seinem Buch „Dirt“ („Dreck“), dass verschuldete Farmer seit 1918 alle Ratschläge der Wissenschaft in den Wind schlugen…

Auf der Politikseite der selben FAZ vom „Aufstand der Hungernden“ zu lesen. In Zimbabwe nämlich wollen die Menschen sich nicht mehr gefallen lassen, dass der korrupte Präsident Mugabe ihnen die letzte Mahlzeit vom Teller raubt, um Devisen zum Schuldenabbezahlen einbehalten zu können. Einzig zu dem Zweck, neue Schulen machen zu können. Da 90 % der Bevölkerung jedoch keine reguläre Beschäftigung haben, sind stark steigende Lebensmittelpreise für sie unerträglich. Besonders in diesen Jahren, da die von „El Nino“ ausgelöste Dürre auf den einheimischen Feldern vieles hat vertrocknen lassen. Autor Thomas Scheen stellt klar, dass das Abkommen vom Juni zwischen IWF, Weltbank, Afrikanischer Entwicklungsbank sowie Finanzminister von Zimbabwe, Chinamasa, die Ursache ist, die zu den drastischen Gehaltkürzungen führte, die nun Hungersnot und Bürgerproteste hervorgerufen hat… Denn um neue Kredite bekommen zu können, musste die Regierung in Harare nicht nur Privatisierungen versprechen, sondern auch, alle Schulden abzubezahlen. Daher beschloss die Regierung, alle Gehaltzahlungen einzustellen. (FAZ 13.7.2016)

Hauptstadtgärtner in der Zeitung

OLYMPUS DIGITAL CAMERAAnnette Kuhn von der Berliner Morgenpost interviewte eine der Hauptstadtgärtnerinnen auf dem Berliner Gleisdreieck (6. März 2015, „Der Garten ist für alle da“) . „Die Ernte gehört den Gärtnern“ steht auf dem Schild, das die jugendlichen Freiwilligen eines internationalen Workcamps im Sommer 2007 für die Gärtnerinnen auf dem Gleisdreieck schufen. Man traf sich dort, wo sich die Gärtner das Gelände mit der Bauindustrie teilen müssen, obwohl Berlin noch immer eher eine schrumpfende Stadt ist, die Innenstadtbezirke zumal, wie kürzlich dem Berliner Tagesspiegl zu entnehmen war. Während die Zuwanderung erst seit 2006 die Abwanderung und zwar noch immer um nur wenige Menschen (175.000) übersteigt. Das ist keine Zahl, die zu Besorgnis Anlaß geben muß, angesichts der 1,5 Millionen Menschen, die die Hauptstadt seit der Wende an das grüne Umland verloren hat. Mehr Gärten in der Stadt  würden die Zahl der Stadtflüchtigen (und bessergestellten Steuerzahler!) wahrscheinlich nachhaltig minimieren helfen. Gemeinschaftsgärten, Kleingärten, Hausgärten: die Städter brauchen Grün zum Atmen, zur Erholung und um ein wenig graben zu können. Auch die Erwerbslosen brauchen eine Gelegenhiet zu sinnvollem Tun. Im Gemeinschaftsgarten Allmende-Kontor etwa werden die Leute aktiv: Die Kompost-AG höchst engagiert beim „Boden selber machen“.´(am 7.März 2015), andere kümmern sich um Bienen oder Färberpflanzen.