Nyeleni-Kongress für Selbstversorgung

Ende Oktober trafen sich in Cluj, Rumänen, in den Zelten der „Expo Transilvania“ 2000 überwiegend junge Ernährungsaktivisten und Bäuerinnen aus ganz Europa. Hauptanliegen war, für das Recht auf eine eigenständige Ernährung einzutreten. Schließlich würde 70 Prozent der Menschheit immer noch mittels kleinbäuerlicher Landwirtschaft ernährt. Lebensmittel nachhaltig vor Ort anzubauen und auf lokalen Märkten zu verkaufen, erhält nicht nur ländliche Arbeitsplätze und überhaupt weltweit überall benötigte Erwerbsgelegenheiten, sondern auch die Artenvielfalt, Biodiversität und die Umwelt. Und zwar in Osteuropa oder Südeuropa oder Afrika so gut wie in Asien, es gab neben der Chefin von La via Campesino Afrika, Elizabeth aus Zimbabwe, auch einige Delegierte aus Birma, Sibirien oder Kirgisien. Beeindruckend war sich an den Länder-Ständen zu informieren, wie etwa der Kampf für den Erhalt der Umwelt und der bäuerlichen Landwirtschaft etwa in Griechenland oder der Türkei von vielen verschiedenen Organisationen getragen wird. In Ungarn haben Ernährungsaktivisten die ersten Gemeinschaftsgärten gegründet, in Polen boomt derzeit die Solidarische Landwirtschaft (CSA, community supported agriculture). Der Kongress wurde ausschließlich von regionalen Produkten ernährt, die von einem schweizerisch-österreichisch-rumänischem Kochkollektiv täglich frisch zubereitet wurden. Das Interessanteste waren natürlich die Besuche lokaler Umweltinitiativen und Bauern oder Bäuerinnen am Exkursionstag.

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Nyéléni calls to action!