Anziehungspunkt Allmende-Kontor

OLYMPUS DIGITAL CAMERAAllmende-Kontor, Gemeinschaftsgarten auf dem Tempelhofer Feld, dem ehemaligen Flughafen in Berlin. Samstag 8. März 2014 schönster Sonnenschein: ein beeindruckendes Treiben. Überall auf allen Beetbänken saßen die Menschen, zu zweit, zu dritt, in kleinen Gruppen, lesend und klönend und dazwischen spielten unzählige junge Mütter und Väter mit ihren Kleinkindern zwischen den Beeten, mit den Skulpturen der Künstlerstudenten aus Chikago oder auf den Heuballen der Arche Metropolis. Das ganze Tempelhofer Feld war sehr gut besucht, aber im Gemeinschaftsgarten des Allmende-Kontor tummelten sich schier unglaubliche Besucherscharen aus aller Herren Länder, sahen sich um und studierten interessiert die (nur noch zur Hälfte existierenden) Erläuterungen z.B. zum sich selbst bewässernden Beet der Peter-Lenné-Schule, wo tatsächlich einzig der Spinat bereits erfreulich grünt und sprießt. Auf dem Dorfplatz und auf allen Bänken saßen unzählige Gartenbesucher in der Sonne und genossen den Blick in die untergehende Sonne am fernen Westrand des Feldes.

Als ich am frühen Nachmittag kam hatten die Aktiven der Garten-Gruppe, vielleicht zehn Frauen und einige Männer, bereits die überquellenden Komposthaufen auseinander genommen und geordnet, der neu entstandene Kompost hatten die Beteiligten auf ihre Beete aufgeteilt, wo bei sie die Gemeinschaftsbeete leider vergessen hatten. Und sie hatten alles vorbereitet für einen eventuellen Arbeitseinsatz der Besucher aus der Schweiz am Dienstag. Susanne hatte Frauentags-Küchlein gebacken und Iris eine riesige Kanne Kräutertee vorbereitet, andere spendierten eine Schachtel Pralinees und so saßen wir anschließend in unserem ältesten Sitzkreis um unsere wackere Gemeinschaftsaktion zu feiern und zu weiterer Lagebesprechung. Auf anschließenden Rundgang entlang der neuen mit Beerenobst bepflanzten Heckenbeete von der Arche Metropolis konnten wir feststellen, daß die rote Beetgruppe durch entsprechende Zettel erkennbar bekundet bereits übernommen hat, ihren Heckenabschnitt zu gießen, Seref erklärte sich bereit, das Gießen für einen Teil der „türkisen Hecke“ zu machen, Elisabeth vom kenianischen Shamba-Beet, indem die Grünkohlsaat gerade eben aufgegangen war und ihr Mann übernahmen das Gießen für den angrenzten Teil von etwa sechs „türkisen“ Beerenobst-Beete. Außerdem fragen Esther, unsere neue H. und ich Vertreter der orangenen, lila und dunkelgrünen Gruppe, ob sie auch einen Teil des Beerenstrauch-Hecke-Gießens übernehmen könnten. Zum Schluß übernahm Shahid das Wässern der Heckenbeete, die entlang der hellgrünen Beetgruppe liegen.

Die Mutter einer Gärtnerin, Sonja, die in einer Baumschule arbeitet, boot uns an, die dort aussortierten Apfelbäumchen zu schenken, was ich für die momentan nicht bepflanzten schwereren Heckenkisten annahm… Als wir gen Abend infolge der entschwindenden Sonnenwärme schon völlig durchgefroren waren, kam endlich auch Volker mit vielen wichtigen Informationen… Leider ist der Boden gegen Sonnenuntergang noch sehr feucht und kalt… ich hoffe, keine von uns wird daraufhin ernsthaft „kampfunfähig“ gesetzt sein… Volker, Shahid und K. haben sehr verdienstvoller weise übernommen, am nächsten Samstag den Müll resp. die heute auf einen Haufen gestapelten Holzreste mittels eines Pritschenwagens von Robben und Wienjtes zu entsorgen…