Kleinlandwirtschaft: urbane Agrarkultur

OLYMPUS DIGITAL CAMERAKleinlandwirtschaft kommt in den Zeitungen nach wie vor kaum vor, ernährt aber die Menschen. Auf La Palma gibt es neben den lokalen Bauernmärkten trotz Euro auch eine Art regionales Währungssystem und dort, wo die Kleinbauern ihre Kühe entmutigt aufgaben, beginnen städtische Neubauern mit Pferdehaltung und Ziegenkäse zu Terra Preta oder Ökoanbaukursen… egal ob am Rande Europas, oder den ärmeren Vierteln New OLYMPUS DIGITAL CAMERAYork City, in Berlin und Brandenburg oder im südlichen Äthiopien…

Die Leute sind pfiffig und nehmen die weltweite Erwerbslosenkrise als Chance und erfinden sich ihren eigenen Aus- und Einkommens-Mix: mit einem Hier-etwas-unterrichten, dort schnödem Jobben, um drittens das eigene Aufbauen zu können, sei es die Biolandwirtschaft auf dem Hochhaus oder der community garden unter Brücken und Industrie-Ruinen… andere gehen sogar von New York aus auf´s Land zurück oder bleiben gleich auf dem Land, um Kindern und Freunden, das nachhaltige Gärtnern beizubringen…  Das Problem ist, dass bereits auch nur minimaler Erfolg von starren Vorschriften, die nahezu stets einseitig die Großen fördert, handwerkliche und zumal kleinbäuerliche Existenzen zerstören kann. Aber wird sich die Welt das weitere Zerstören von ländlichen Auskommensformen und Kleinbäuerlichen Strukturen weiter leisten können?

OLYMPUS DIGITAL CAMERAEines scheint klar, je mehr auf dem Land zerstört wird, um so mehr Menschen kommen in die Städte und beginnen dort „Food Assemblys“, „Solidarische Landwirtschaften“ und „Bauerngärten“ aufzubauen…