Schafe auf demTempelhofer Feld

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Vom Paradies, Allmenden und Kühen

Der kleine Küstenort Agonda in Goa ist ein Paradies. Die Fischer und Bauern leben in offenen Palmenhainen. Die Touristen ergötzen sich an den am Strand frei laufenden Kühen. Rindviecher in allen Farben wie auf den Gemälden der Renaissance. Fast alle lieben die Kühe. Aus den edlen Ressorts werden sie jedoch verjagt, wenn sie sich zum Wiederkäuen hingelegt haben. Am abendlichen Strand jedoch müssen manche Mütter länger nach ihren Töchterchen schreien. Da die eben mit einem der Kälbchen schäkern. Das Kalb versteckt sich scheu neugierig hinter der Alten. Erst als das Kind eingesammelt worden ist, macht das kleine Kalb übermütige Bocksprünge, offenbar vor lauter Begeisterung so viel Bewunderung hervorgerufen zu haben. Es versucht einen Altersgenossen mitzureißen, mit Erfolg. Die lustigen Sprünge der Kälber sind ansteckend. Viele der den Strand entlang wandelenden Touristinnen zücken ihre Handys, um an dieser Lebensfreude teilzuhaben.

Zum Sonnenuntergang veranstalten die Kellner mancher Strandressorts fast eine Art Schaufüttern. Einer setzt sich mit den Brotresten in die Herde und ernährt die Kälber. Das Gros der Herde steht um einige Plastikboxen mit den gesammelten Küchenresten. Harte Papaya- und Ananasschalen sind darunter, an denen die Kühe geduldig kauen. Die Abendsonnen-Wanderer bleiben beeindruckt stehen. Später erklärt mir der jüngste Kellner des „Jardim a Mar“, dass sie die Kühe eigentlich nicht füttern dürften, wegen der Hygiene. Wenn sie dabei erwischt werden, müssten sie zahlen. Deshalb warten sie bis zum Abend, weil dann keine Beamte mehr unterwegs wären. Der junge Mann mit der falsch herum aufgesetzten Baseballkappe stammt aus Nepal. Sie wären hier fast alle aus dem Himalaya. Sie wäre Hindus und gäben deshalb den Kühen die Küchen-Abfälle etwa aus der Obstsaft-Herstellung. Die Kühe hätten jetzt Ende der Trockenheit kaum noch etwa zu fressen. Wer die Kühe während des Monsuns füttere, wenn die Touristen weg und die Restaurant zu sind, wisse er auch nicht. Er glaubt, dass die Kühe herrenlos wären.

Nach der Fütterung beginnt das Sozialleben unter den Rindviechern. Jetzt geht das Gerangel unter den verwunderlich vielen Stieren in der Herde los. Die Stirnen aneinandergelegt schieben sie sich über den Strand. Manchmal geraten zwei Bullen auch ernsthafter aneinander. Ihr Kampf wird heißer, sie bewegen sich dabei auf den Wanderstreifen der Feriengäste zu. Da kommt die weibliche Müllbrigade in orange und grün mit Müllsäcken und Reisigbesen bewaffnet. Die zierlichste von ihnen mit Wetter-gegerbtem Gesicht unter dem mit einem Schal festgebundenen Hut winkt mich heftig weg. Dann bewirft sie die Bullen energisch mit einigen Handvoll Sand. Die Tiere lassen sofort voneinander ab. Die zierliche Dame ist stolz und von Stund´ an grüßen wir uns wie alte Bekannte. Andere Jungbullen sind ohnehin friedfertig und beginnen – nachdem sie eine Weile gerangelt hatten – sich gegenseitig abzuschlecken und zu kraulen. Währenddessen die Kühe ihre Kälber anstubsen, nun doch bitte aufzustehen und brav zu saufen. Die freilaufenden Kühe sind jung, halbe Färsen, keine wird gemolken. Zumindest noch nicht.

Am nächsten Tag sehe ich im Dorf zwei blitzblanke Milchkannen. Dahinter wäscht ein Bauer sein Milchgeschirr. Ja erklärt er mir froh, er sei Milchbauer und melke morgens und abends. Davon könne er ganz gut leben. Jeden morgen um neun käme der Milchwagen und hole die Milch seiner fünf Kühe. Da kommt ein weißes Pritschenauto und er hilft beim Aufladen der schweren Stahlkannen und erhält zwei leere zurück. Die indische Regierung ist bemüht genügend Molkereiprodukte für alle anbieten zu können. Die staatliche Molkerei Almu wirbt für ihre Milch und Butter. Tee mit Milch, eine Art Kefir namens Lassie und Süßigkeiten aus Milch gehören in Indien zu Leben dazu. Später sehe ich in anderen Teilen Indiens an viel befahrenen Landstraßen angebunden gehaltene Einzelkühe mit strammen Eutern. Kühe und Büffel als Zug- und Pflugtiere und Milch- sowie Düngerproduzenten sind aus der Indiens Landwirtschaft nicht wegzudenken und bringen der Bauern einen wichtigen Teil ihrer Einkommen.

Ein allzu intensives Interesse an der Herde am Strand zwecks eventueller Fotos wird von den Rindern auch schon mal falsch verstanden. Einmal bemerke ich gerade noch rechtzeitig wie ein Viermonats-Kalb hinter mir seinen noch hörnerlosen Schädel mit schlangenartigen Bewegungen angriffslustig zu drehen und zu wenden beginnt. So als wolle es mir sogleich den wohlverdienten Schubs geben. Als ich mich umdrehe und es auf den Irrtum hinweise, merkt es, dass es sich im Spielkameraden geirrt hat. Es trollt sich von dannen… Es sind wohl besonders diese freilaufenden Tiere, die im christlichen Goa unbekannteren Strände Indiens etwas Paradiesisches verleihen. Aber wie lange noch? Noch sind die meisten Palmen- und Cashewnußhaine rings um die Häuser uneingezäunt. Noch können Affen, Schweinchen und Kühe sowie auch manches Pferd oder auch alte Büffel sich freilaufend durch die Nutzbaumhaine bewegen.

Aber auch in Indien wird sogar in entlegenen Orten Land privatisiert. Immer mehr Land gehört immer weniger Großgrundbesitzern. Der Mittelstand baut sich auch auf dem Land größere Häuser und zieht Zäune ums Grundstück. Die Dorfallmende mit dem öffentlichen Badestrand sei erst kürzlich von einem Investor aufgekauft und mit neuen Holzhütten zu einem Ressort verwandelt worden, erzählt mir eine Dame aus Wien, eine der vielen Dauergäste. Es handelt sich um jenen Palmenhain, den die Kühe gerne für ihre mittägliche Verdauungsrunde benutzen. Mit den freilaufenden Kühen jedoch, wird mir klar, verlöre der ansonsten eher langweilige Badeort zweifelsohne das Paradiesische.

In anderen Teilen Indiens wurden die Flußauen der derzeitigen Bauwut bereits illegal geopfert, erzählt mir die Ökoaktivistin Vandana Shiva empört. Damit verschwänden die wesentlichen Weidegründe der Rinder und der Wasserbüffel. Nun fristen Kühe und Büffel mit ihren prall gefüllten Eutern ein trauriges Dasein in Anbindehaltung an den Straßenbäumen oder in den Höfen. Es sei denn, ihre Besitzer treiben sie wie früher in den Staatsforst, was heute aber nicht mehr statthaft ist. Opfert Indien seine Allmenden? Geht auch hier das Landgrabbing auf Kosten von Viehhaltern und das mittelständige Tourismus-Gewerbe, obschon Landwirtschaft und Kleingewerbe die allermeisten Inder ernähren?

Ein Gartentag im Allmende-Kontor

(c) Elisabeth Meyer-Renschhausen

Eine frische Briese fegt über das Tempelhofer Feld und macht die Hitze sehr viel erträglicher als anderswo in der Stadt. Aber auch hier ist es heiß und die Kinder haben offenbar mit dem Wasser gespielt, nachdem welche von der „Südstadt“ unseres Gemeinschaftsgartens Allmende-Kontor alle Schläuche aneinander geschraubt hatten, so dass auch die südlichen Randbeete per Schlauch begießbar sind. Ich übernehme und gieße mit Hilfe eines begeisterten kleinen Kindes namens Edu die Gemeinschaftsbeete wie den ehemaligen Getreidekringel. Als das Kind keine Lust mehr hat, hilft mir die alte Hildegard die restlichen Gemeinschaftsbeete wie das Peter-Lenne-Beet und die Obst-Bäume zu gießen. Hildegard, 86, ist neuerdings über Khatol, der sie beim Bewirtschaften ihres Beets hilft, in unserem Garten aktiv. Was mich freut: sie kommt vom Lande, von einer LPG und kennt sich aus. Danach fülle ich die blauen Tonnen auf, die natürlich wieder leer sind. Und schließlich rolle ich mit Hilfe von Hildegard alle die vielen Schläuche wieder ein und verschließe das Feuerwehrbesteck in seinem Kasten. Die jungen Männer, die auf der Bankgarnitur vor dem Bienenbeet sitzen, helfen mir bereitwillig den Schlauch über die Beete zu hieven, sie freuen sich eigentlich sogar, mir kurz helfen zu können. Anschließend werden wir von der türkischen Frauengruppe eingeladen, die sich im Schatten der Weide im amerikanischen „Kibbuz“ niedergelassen haben, mit ihnen zu picknicken. Ich genieße die wunderbar schlichte türkische Rohkostkultur. Wir sitzen da sehr schön und friedlich, aber nicht alle Frauen können deutsch. Es kommt kein gemeinsames Gespräch auf. Ich erkläre meiner Nachbarin, einer jungen Mutter, die öfter hier ist, welche Beete sie zu gießen helfen könnte. Erst den Samstag darauf, als wir uns wieder treffen, beginnt Sina zu erzählen, wer von ihnen kurdisch sei. Sie wünscht sich, dass wir wieder mehr Feste machen.

Zurück zum Sommertag im Juli: später pflanze ich meine Biokräuter, gieße mit Humofix angereichertem Wasser und mulche mit meinem mitgebrachten Rasenschnitt. Obwohl sie heute sehr trocken sind, sehen unsere drei Beete ganz gut aus: Topinambur, Bohnen und Kürbisse wachsen in ihren jeweiligen Kisten tapfer vor sich hin. Die rot blühenden Feuerbohnen bringen im Verein mit den orangenen Calendula Farbtupfer hinein. Die vielen Brennnesseln rings um die Beete verhindern allerdings erfolgreich, dass ich weder Petunie noch vorgekeimte Kartoffeln im Topinambur-Container verbuddeln kann… Als ich nach Sonnenuntergang davon radele, sitzen an den verschieden Tischen oder auch auf dem Rasen zwischen den Allmende-Kontors-Beeten um die acht große Picknickgruppen, die sich englisch, italienisch, türkisch, kurdisch oder deutsch unterhalten. Im uneingezäunten Park auf dem Gleisdreieck, den ich später durchquere, der inmitten der Stadt keine Schließzeiten kennt, sitzen im Dunklen bestimmt 15 Jugendgruppen…

Die Hauptstadtgärtner von Tempelhof

Meyer-RenschhausenAm 8. Juli 2016 wurde auf Initaitive einer örtlichen Naturschützerin in der Kiez-Buchhandlung Menger am Tempelhofer Damm in Berlin-Tempelhof das Buch „Die Hauptstadtgärtner“ erneut vorgestellt. Und zwar diesmal nahe des „Orts des Geschehens“, dem Tempelhofer Feld. Anschließend wurde es mit Renate Künast, der ehemaligen Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und langjährigen Abgeordneten im Deutschen Bundestag diskutiert. Die Juristin Künast ist nämlich zudem leidenschaftliche Gärtnerin und hat gerade die Schirmherschaft über einen Flüchtlingsgarten übernommen. Als eine Voraussetzung einer neuen urbanen Agrarkultur interessierte das Publikum besonders die Frage des Umgangs mit den Commons, also den „Gemeinheiten“ und Allmenden – zumal angesichts des Flüchtlingsdramas. Wissen wollten die Zuhörer aber auch, wie man sich „fair“ so ernährt, dass man durch sein Einkauf- und Kochverhalten weder Klima, Böden oder die Bauern schädigt und möglichst auch keine Kleinbäuerinnen im globalen Süden. Renate Künast lobte, dass im Buch nicht nur erklärt wird, wie man  etwa Tomaten in Kisten pflegt, und  von wo aus die Pflanzen jeweils eingewandert sind, sondern dass auch die ernährungsphysiologischen Seiten der einzelnen Gemüse angesprochen sind. So wäre es möglich, nicht nur die Kräuter, sondern auch alle Gartengemüse (altmodisch gesprochen:) „diätetisch“, also „therapeutisch“ einsetzen. Das anregende Gespräch in der gemütlichen Buchhandlung führte schließlich zu diversen Buchkäufen…

 

für Völkerverständigung: Enno Meyer 1913-1996

Am 10. und 11.Oktober 2015 wurde an der Universität Oldenburg auf einer kleinen Tagung die Geschichte der deutsch-polnischen Beziehungen bearbeitet. Der Oldenburger Studienrat und Zeithistoriker Dr. phil. Enno Meyer war einer der wesentlichen Initiatoren der deutsch-polnischen Schulbuchgespräche. Er setzte sich auch schon für die Anerkennung der Grenze zwischen Polen und Deutschland sein, als die Politik des Kalten Krieges samt der Vertriebenenverbände davon noch nichts wissen wollten. Als Lehrer ermunterte er seine Schüler, sich gesellschaftspolitisch zu engagieren. Er unterstütze die Schüler-Zeitung seines Gymnasiums – unter anderem durch die Namensschöpfung „Allmende“ – und betrieb zeitweilig auch die Schulbibliothek. Seine Frau Magdalene Meyer geb. Renschhausen bedauerte, dass er nicht kandidierte, als die Stelle des Direktors seiner Schule vakant war. Aber er wollte Zeit für seine Forschungen und gesellschaftspolitischen Interventionen behalten: Er schrieb zur Geschichte der NS-Zeit in Oldenburg und Niedersachen, zur Geschichte der deutschen Juden und die der Armenier sowie der deutsch-polnischen Beziehungen… Als später allerdings seine vier Kinder taten, was er empfahl und sich in Schülerbünden u.ä. engagierten und Leserbriefe in der örtlichen „Nordwestzeitung“ publizierten, war es ihm zu viel des Aufsehens… Seine Schüler würdigten seinen Einsatz für die Anerkennung der Oder-Neiße-Linie als deutsch-polnischer Grenze und seine generellen Ermunterungen, sich staatsbürgerlich zu betätigen. Mit seiner bescheidenen und zurückhaltenden Art gepaart mit einem enormen historischen und geografischem Wissen blieb er ihnen als eine Art Original größtenteils freundlich im Gedächtnis…

Demnächst wird In Oldenburg ein Sammelband zum Thema erscheinen.

Common Ground

Treffen der attac AG Solidarische Ökonomie Berlin-Brandenburg

am Donnerstag, 14. MÄRZ 2013, 19 h
Thema: Common Ground. Die Wiederkehr der Allmenden?

Common Ground: So hieß die Architektur-Biennale 2012 in Venedig. Öffentlicher Raum. Gemeinsames Erbe. Gemeine Gründe. Common Ground, das bedeutet sowohl gemeinsames Wissenserbe als auch öffentliche Plätze. Common Ground, das sind überkommene Traditionen und tradiertes Wissen, „Wissensallmenden“. Common Ground, das sind öffentliche Räume, wo wir uns treffen und reden wie Plätze, Parks, Straßen.

Elisabeth Meyer-Renschhausen gibt einen Überblick über das Thema. Klaus Prätor wird einige Beispiele aus Wien und Franken beisteuern.

Die attac AG Solidarische Ökonomie Berlin-Brandenburg trifft sich immer am zweiten Donnerstag des Monats um 19 Uhr im Stadtteilzentrum Pankow, Schönholzer Straße 10/11 im Seminarraum im zweiten Stock.

Information sowie einen ausführlicheren Text von Elisabeth Meyer-Renschhausen auch auf
http://soliblog.org

(c) Elisabeth Meyer-Renschhausen

Gemeinschaftsgarten des Allmende-Kontor auf dem ehemaligen Flughafen Berlin-Tempelhof Foto: (c) Elisabeth Meyer-Renschhausen

Sieben Stunden im Allmende-Kontor

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Heute sieben Stunden im Allmende-Kontor bei Regen und dunklem Himmel. Selbstbewässerungs-Beet-Aufbauworkshop mit einer Gruppe der Peter-Lenné-Schule. Die Jungens werden Gartenlandschaftstechniker und haben sich das Beet selbst ausgedacht: per sozusagen Ausleger-Flügel außen am Beet soll es sich Einzelheiten das Regen-Wasser selbst auffangen und von dort in einen unter der Erde liegenden Wasser-Tank fließen. Filzbahnen sollen den Pflanzen ermöglichen, sich das benötigte Wasser selbst hoch zu holen. Die Schule hat Paletten und alle Zutaten wie Antimäusedrahtgitter, Folien sowie Erde selbst besorgt. Anfangs ist etwas Leerlauf, sie haben nicht genug Sand dabei, die Fläche ist extrem uneben. An meinem Kaffee sind sie kaum interessiert, wohl aber den Keksen. Sie bleiben cool, schließlich werden sie Techniker, nicht Organisatoren. Angesichts des regnerischen Wetters und da unter der Woche (nämlich zur Schulzeit) wird unser Workshopangebot von den Gärtnern und Gärtnerinnen nicht angenommen. Abwechselnd kommen die drei betreuenden Lehrer vorbei…

alle Photos: Elisabeth Meyer-Renschhausen

Ich mache mich nützlich, indem ich Müll aufsammele und photographiere. Später gerate ich ins Gespräch mit einem älteren Herrn in leuchtend rotem Anorak. Er begärtnert derzeit das Beet der K., die für ein Jahr in Afghanistan als Frauenbeauftragte arbeitet und hat zwei andere halbbrach gefallenen Beete zusätzlich in Kommission genommen. Er ist in der Gegend hier aufgewachsen, hat Metzger gelernt, seine drei Söhne sind schon groß, seine Frau gestorben. Nun wohne er wieder hier, er hätte nie gedacht, daß er noch einmal zum Gärtner werden würde. 8 Kilo Kartoffeln hätte er aus nur einem einzigen Beet geerntet. Er stellt mir seinen Freund H. vor einen „ganz Lieben“, der immer allen überall helfe. Wir lassen uns von H. seinen Namen aufschreiben, damit wir ihn nicht wieder vergessen. H. war gerade zwei Monate in seiner Heimat, der Türkei und erklärt mir etwas ärgerlich, daß seine Beethüterinnen die Pflück-Kohlpflanzen nicht richtig beerntet hätten. Zum Schluß schenkt der Herr in Rot mir einen Teil seiner Quittenernte, die er von seinem Besuch in einem befreundeten Kleingarten im Fahrradkorb hat. Nun stoße ich auf eine zierliche Alte, sie sammelt herumliegenden Dreck in eine Plastiktüte. Ja, das mache sie öfter. Ihr Mann sei vor einem halben Jahr gestorben, nach 58 Jahren Ehe. Erst habe sie gar nicht gewusst, was nun, aber jetzt habe sie das hier entdeckt. Es stellt sich heraus, daß sie es bereits zur Kompostfee des Schiller-Kiez-Gartens gebracht hat. Stolz zeigt sie mir zwei ordentlich geführte Komposthaufen im Schiller-Kiez-harten. Und ihr Beet, daß ihr die Männer daraufhin gaben. Sie gibt mir etwas von ihrem Dill zu kosten. Sie ist voller Bewunderung für die Kompostexpertin des Allmende-Kontors, Martina…

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Elisabeth Meyer-Renschhausen, 26.9.2013