Die Gärten von Marrakesch

majorellegartencemr marokosgaertenklcemr kleinbauerngemueseindermedinacemrMarokko ist ein fast märchenhaftes Gartenland. Da, wo es am Westabhang Bergketten regnet, oder wo man aus den Bergen Bewässerungskanäle abführen kann, dort gibt es Gärten. Gemüsegärten, Bauerngärten, Olivenhaine, berberzeltinandrehellercemrWeingärten, Stadtparks, überall gibt es Gärten, zu den großen Städten gehören überall blühende oder Früchte tragende Stadtbäume, Parks und Hausgärten. Die klassische Hausform, das „Riad“, was eigentlich Garten heißt, ist ein schön bepflanzter Innenhof mit Brunnen in der Mitte. Es handelt sich um  jene grünen Innenhof-Gärten, die Araber und Berber Marokkos von den Ägyptern, Persern und Griechen der Antike übernommen haben. Die Hotels von und bei Marrakesch sind grüne Oasen, das berühmte La Mamounia Hotel beschäfftigt über 60 Gärtner, jede reiche Villa ist umgeben von einem großen, üppigem Garten. Allerdings sind die öffentlichen Gärten derzeit gefährdet. Mancher große Stadtpark wie jener von Meknes wurden auch schon mal komplett in eine Golfanlage verwandelt und so dem Volk entzogen. Und der Klimagipfel von Marrakesch fand in einem traurig vertrockneten Olivenhain statt – gleich neben dem berühmten Menara-Garten. Einst war die Stadt Marrakesch stolz darauf, bereits seit dem 12. Jahrhundert von einem ausgeklügelten System von Bewässerungskanälen zu leben, die außer Menschen und Tieren auch die berühmten Palmenhaine der Stadt mit Wasser versorgten. Aus den nahe gelegenen Atlasbergen, an deren dem Atlantik zugewandten Hängen es stets ausreichnend regnet, kam immer genug frisches Wasser. Die Palmenhaine versorgten die Stadtbewohner mit guter Luft, ein wenig Kühlung im Schatten und Auslauf im Grünen. Die Ackerbürger und Hirten unter ihnen versorgten sie mit Arbeitsplätzen bzw. Beschäftigungs-und Selbstversorgungsmöglichkeiten. Aber der Bauboom der letzten Jahre ließ viele der Palmenhaine vertrocknen. Zum Welt-Klimagipfel in Marrakesch im November 2016 wurden im Innenstadt-nahen-Bereich einige der kleineren Stadtparks rings um die Medina wieder neu instandgesetzt und sie sind – auch wenn sie nachts geschlossen werden – für alle, auch die vielen jugendlichen Erwerblosen, zugänglich. Viele Straßenränder wurden liebevoll bepflanzt. Aber die weitere Umgebung der Stadt leidet unter Wassermangel und vertrockneten Gärten und Palmen. Die heute schönsten Gärten von Marrakesch wie der Jardin Majorelle oder der Garten „Anima“ von Andre Heller sind privat geführt und nur nach Bezahlung eines Eintrittsgeldes zugänglich. Und so sind sie für die meisten Marrokkaner und Marokkanerinnen mit Stundenlöhnen, die nur knapp über einem Euro liegen, bei um die 200 Euro im Monat, nicht zugänglich.