Gartenstadt Staaken: Denkmalschutz statt bezahlbarem Wohnraum?

Gartenstadt Staaken, Berlin-Spandau: Eine Reihe enger Reihenhäuschen in einer baumlos schmalen Straße nach dem Vorbild der Arbeiterhäuser in der Gartenstadt Hellerau. Dahinter das große grüne Geviert der zusammen liegenden schmalen Gärten in ihrer ganzen Vielfallt. Von den schmalen Arbeitswegen sieht man neben verwilderte Gärten viele säuberlich gepflegte. Überall alte Hochhstamm-Obstbäume, dazwischen Gemüsebeete und Blumen, ab und an gackern Hühner. Fast an jedem Haus gibt es eine Werkstatt oder einen Freisitz im ehemaligen Ziegenstall. Die Fenster der kleinen Wohnungen ermöglichen einen Durchblick von den Gärten auf die Straße, sie ähneln den  Reihenhäusern englischer Arbeitersiedlungen.

Leider sei heute das Weitergeben der Wohnungen nicht mehr so leicht möglich, erfahre ich im Gespräch, denn die Gartenstadt Staaken stehe nun unter Denkmalschutz. Auch gäbe es Klauseln im Mietvertrag, die zum Rückbau aller Eigeneinbauten verpflichten. Die anschließend zu erfolgenden Modernisierungen nach heutigen Standards machen die kleinen Wohnungen für die einfachen Arbeiter und Rentnerinnen einfach zu teuer. Während Alteingesessene 400 Euro für ihre Wohnung von etwa 70 qm zahlen, müssten die Neuen bereits 700 Euro zahlen und wer kann das schon? Eine Nachbarin wollte zu ihren Kindern nach Falkensee ziehen.Sie erhielt vom neuen Vorstand die Auflage des kompletten Rückbaus. Sogar die notwendigen Verbesserungen wie das Unterputzlegen von Leitungen oder die Modernisierung von Küchen und Bädern sollten rückgebaut werden Aber wer könne das schon im höheren Alter? Kurzum, die Seniorin ist kreuzunglücklich, weilfinanziell überfordert. Zwar stünde es so im Mietvertrag mit der Genossenschaft, aber ob man die entsprechende Klausel nun so eng auslegen müsse?

1990 verloren die Wohnungsbau-genossenschaften qua Gesetzes-änderung auf Bundesebene die Gemeinnützigkeit und sind ent-sprechend nicht mehr steuerbefreit. Die Genossenschaft der Gartenstadt Staaken ist bei den alten Statuten geblieben, sieht sich intern weiterhin dem sozialen Ideal verpflichtet. Das stand am Anfang des 20. Jahr-hunderts mit Gartenstadt-Siedlungen für die Arbeiter zwecks Hilfe zur Selbsthilfe. Die berühmte erste deutsche „Gartenstadt“ Hellerau bei Dresden, als Siedlung für die Arbeiter einer Fabrikbelegschaft erbaut,  wurde  Beispiel gebend, die Obstbaukolonie Eden war der Vorläufer. Für Staaken ist der soziale Gedanke verbürgt, handelt es sich schließlich um diejenige Selbstversorger-Siedlung, die bauen zu lassen der Arzt, Journalist und Hochschullehrer Max Oppenheimer den Staatssekretär des Inneren, Delbrück überzeugen konnte. Dieser veranlasste, dass die Bahn ein nicht mehr benötigtes Grundstück herausrückte und die Rüstungswerke Spandau die Gartenstadt bauen ließen. Die viele Pazifisten unter den Gartenstadt-Befürwortern waren über diesen Bauherrn allerdings weniger entzückt. Aber Staaken wurde gebaut: kleine Wohnungen und große Gärten. Die Häuschen wurden mit „Gemüseanbaugebot“ an Arbeiterfamilien vergeben. Manche Familien wohnen dort heute bereits in der vierten Generation.

Die Gartenstadt Staaken wurde 1945 nach dem Verschwinden des Staats Preußen in bester Tradition der Gartenstädte eine gemeinnützige Genossenschaft. Das gemeinsame den Bodenbesitzen verhinderte, dass unbedachte Erben mit dem Land spekulieren konnten. Die Bewohnerschaft besaß als Genossenschaft das Grundstück gemeinsam. Daher sind die Wohnungspreise bis heute sehr moderat geblieben. Das ist sinnvoll, denn in Berlin wie auch in Spandau leben nach wie vor ein knappes Viertel der Bevölkerung von Hartz IV. Ein weiteres Viertel der Erwerbstätigen verdient mit Minijobs kaum genug zum Leben, ihre Renten werden unter dem Harz IV-Satz liegen. Nach wie vor verdienen die Berliner im Durchschnitt 1000 Euro weniger als andere Bundesbürger. Berliner Rentnerinnen knapsen knapp an der Existenzgrundlage oder müssen sogar „aufstocken“. Gerade Spandau war immer auch eine Arbeiterstadt und so auch Staaken. Wenn also der heutige Aufsichtsrat der Siedlung den Denkmalschutz zu eng auslegt wirkt das unsozial und schränkt besonders den Bewegungsraum von Witwen ein.

Aber ist nicht die ursprüngliche Vision von ‚Gartenstaat’, eine für alle und für besonders die, die sich mittels Gemüsegarten durch Zeiten von Arbeitslosigkeit hindurch helfen möchten? Ist es sinnvoll, dass nun auch Gartenstädte die Wohnungsnot verschärfen? Ist es wirklich wichtiger an einen Architekt zu erinnern als nicht viemehr an die soziale Idee, die die Siedlung erst ermöglichte? Ist diese Politik des Denkmalschutzes nicht neo-patriachal: nämlich zu erinnern an einen heroischen (männlichen) einzlenen Architekten auf Kosten oder sozialen Idee resp. heute hier lebender älterer Frauen und engagierter Gärtner?

 

  • Die Stadtbauern von Da Nang

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    Da Nang ist eine junge Großstadt in Mittel-Vietnam. Überall sind Baustellen, umzingelt von Heerscharen von Mopeds, mit denen die Bauarbeiter zur Arbeit kommen. Auf Fahrrädern sieht man fast nur noch Kinder und Seniorinnen. Der Stadtteil am offenen Meer mit dem Strand „Chinabeach“ wird gezielt für den Massentourismus ausgebaut. Breite Straßen mit wohlgepflegten grünen Mittelstreifen führen zur Küste, in denen Gärtnerinnen und Gärtner unter ihren großen Kegel-Strohhüten permanent im Einsatz sind. Bauern, die hier bis vor kurzem noch ihre Äcker hatten, mußten hingegen aufhören und die Flächen hergeben. Sie wohnen nun Reihenhaus-Manier in meistens zweistöckigen neuen Betonhäusern nach vietnamesischem Stil. Unten ein großer offener Raum, der als Werkstatt, Laden, Café oder auch als Wohnzimmer genutzt wird. Oben die Schlafzimmer. Da die Grundstücke maximal genutzt werden sollen, spielt sich in den schmalen Wohnstraßen das Familienleben auf den zu Terrassen umfunktionierten Bürgersteigen ab. Überall sind die Gehwege mit Schattenbäumen bepflanzt oder sogar komplett von Pflanzgefäßen oder sogar Hühnerställen okkupiert. Während die einen noch auf ihren Feldern arbeiten, wie sie das als Kleinbauern immer gemacht haben, bauen die anderen auf Brachen oder Bürgersteigen Gemüse an, weil sie demjenigen in den Supermärkten nicht mehr trauen mögen. Zu oft gab es in den letzten Jahren Skandale mit giftigen Rückständen im Supermarktgemüse. Da die Stadt ein massives Abfall-Entsorgungs-Problem hat, liegen viele der säuberlich angelegten Äcker zwischen unschönen Müllbergen. Abends versuchen zumal manche Bewohnerinnen ihren Plastik-Müll zu verbrennen und erzeugen so mir schier unerträgliche Giftwolken. Die Jugend jedoch interessiert sich für ein „weg vom Gift“ hin zu einer gesunder Ernährung. Die älteren Bäuerinnen hingegen freuen sich über mein Interesse und bieten mir ihre Salat-Pflänzchen zum Verkauf an. In den beiden Markthallen von Da Nang wird das Gemüse direkt verkauft oder von geschickten Garköchinnen teilweise auch gleich verkocht. Sie sind umringt von ihren speisenden und schwatzenden Kunden. Denn die exzellente vietnamesische Küche ist bestimmt durch stets frische Gemüse und Salate zur Nudelsuppe oder dem Reis. — Die derzeitige Verkehrspolitik jedoch nimmt auf die Belange der Gemüse- und Reis-Bauern keine Rücksicht. Sie zerschneidet vielmehr die Dörfer und mit ihnen auch die dörfliche Ökonomie samt gegenseitiger Hilfe per ebenerdig hindurch führenden Autobahnen. Das gestattet auch dem gutmütigen Wasserbüffel, einer Art Haus- und Symboltier des ruralen Vietnams, kein selbständiges Überqueren der Straße mehr. Das bisher selbständige Aufspüren neuer Weideflächen am Wegesrand – das ist vorbei…       P1040002 P1040456 P1040056

    Die Hauptstadtgärtner von Tempelhof

    Meyer-RenschhausenAm 8. Juli 2016 wurde auf Initaitive einer örtlichen Naturschützerin in der Kiez-Buchhandlung Menger am Tempelhofer Damm in Berlin-Tempelhof das Buch „Die Hauptstadtgärtner“ erneut vorgestellt. Und zwar diesmal nahe des „Orts des Geschehens“, dem Tempelhofer Feld. Anschließend wurde es mit Renate Künast, der ehemaligen Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und langjährigen Abgeordneten im Deutschen Bundestag diskutiert. Die Juristin Künast ist nämlich zudem leidenschaftliche Gärtnerin und hat gerade die Schirmherschaft über einen Flüchtlingsgarten übernommen. Als eine Voraussetzung einer neuen urbanen Agrarkultur interessierte das Publikum besonders die Frage des Umgangs mit den Commons, also den „Gemeinheiten“ und Allmenden – zumal angesichts des Flüchtlingsdramas. Wissen wollten die Zuhörer aber auch, wie man sich „fair“ so ernährt, dass man durch sein Einkauf- und Kochverhalten weder Klima, Böden oder die Bauern schädigt und möglichst auch keine Kleinbäuerinnen im globalen Süden. Renate Künast lobte, dass im Buch nicht nur erklärt wird, wie man  etwa Tomaten in Kisten pflegt, und  von wo aus die Pflanzen jeweils eingewandert sind, sondern dass auch die ernährungsphysiologischen Seiten der einzelnen Gemüse angesprochen sind. So wäre es möglich, nicht nur die Kräuter, sondern auch alle Gartengemüse (altmodisch gesprochen:) „diätetisch“, also „therapeutisch“ einsetzen. Das anregende Gespräch in der gemütlichen Buchhandlung führte schließlich zu diversen Buchkäufen…

     

    Urban Gardening in Berlin

    In Berlin sind zwischen 2004 und 2015 wohl um die 100 Interkuturelle Gärten, Gemeinschaftsgärten und andere Projekte einer neuen Urbanen Argrarkultur entstanden.  Die meisten von ihnen werden ehrenamtlich betrieben. Erst in den letzten Jahren entstanden auch einige wenige Gärten, die „ihren Mann“ auch ernähren können. In dem Buch „Urban Gardening in Berlin“ werden etwa 60 von ihnen in Wort und Bild vorgestellt. Zudem werden einige ältere Kinderbauernhöfe aus den 1980er Jahren, sowie UrbangardeningInBerlinGartenarbeitschulen und Kleingartenkolonien aus dem früheren und mittleren 20. Jahrhundert geschildert. Die um 1900 weltweite Begeisterung hervorrufende Bewegung für Gartenstädte hatte übrigens ebenfalls kurz vor und nach dem Ersten Weltkrieg in Berlin einen ihrer Schwerpunkte. Auch von diesen „Gartenstadt“-Siedlungen werden einige beispielhaft vorgestellt. Die beschriebenen Gärten sind in Form von möglichen Touren zu Kapitel zusammengefasst, die man am besten per Rad unternimmt, denn Berlin entwickelt sich zunehmend zu einer Fahrradstadt. Aber auch mit den Öffentlichen Verkehrsbetrieben, der BVG, zu Fuß oder per Auto kann man sich die Touren oder zumindest Teile davon etwa für einen innerstädtischen Sonntag im Grünen vornehmen.

    nächste Buchvorstellung  am 13.4., 19.30 in der Buchhandlung Buchkönigin

    Hobrechtstraße 65, 12047 Berlin www.buchkoenigin.de/veranstaltungen/

    Kleinlandwirtschaft: urbane Agrarkultur

    OLYMPUS DIGITAL CAMERAKleinlandwirtschaft kommt in den Zeitungen nach wie vor kaum vor, ernährt aber die Menschen. Auf La Palma gibt es neben den lokalen Bauernmärkten trotz Euro auch eine Art regionales Währungssystem und dort, wo die Kleinbauern ihre Kühe entmutigt aufgaben, beginnen städtische Neubauern mit Pferdehaltung und Ziegenkäse zu Terra Preta oder Ökoanbaukursen… egal ob am Rande Europas, oder den ärmeren Vierteln New OLYMPUS DIGITAL CAMERAYork City, in Berlin und Brandenburg oder im südlichen Äthiopien…

    Die Leute sind pfiffig und nehmen die weltweite Erwerbslosenkrise als Chance und erfinden sich ihren eigenen Aus- und Einkommens-Mix: mit einem Hier-etwas-unterrichten, dort schnödem Jobben, um drittens das eigene Aufbauen zu können, sei es die Biolandwirtschaft auf dem Hochhaus oder der community garden unter Brücken und Industrie-Ruinen… andere gehen sogar von New York aus auf´s Land zurück oder bleiben gleich auf dem Land, um Kindern und Freunden, das nachhaltige Gärtnern beizubringen…  Das Problem ist, dass bereits auch nur minimaler Erfolg von starren Vorschriften, die nahezu stets einseitig die Großen fördert, handwerkliche und zumal kleinbäuerliche Existenzen zerstören kann. Aber wird sich die Welt das weitere Zerstören von ländlichen Auskommensformen und Kleinbäuerlichen Strukturen weiter leisten können?

    OLYMPUS DIGITAL CAMERAEines scheint klar, je mehr auf dem Land zerstört wird, um so mehr Menschen kommen in die Städte und beginnen dort „Food Assemblys“, „Solidarische Landwirtschaften“ und „Bauerngärten“ aufzubauen…

    Berlin´s Community Gardening by bike

    OLYMPUS DIGITAL CAMERAExplore Berlin as a garden city with many green spaces driven by citizen’s initiatives. We will cross three of the biggest public parks which are the result of citizen’s initiatives, a central school garden and three community gardens. The meeting point is at the entrance of the park Berlin-Gleisdreieck. From there, we will pass community gardens, we will cross the Flaschenhals to the natural park Schöneberger Südgelände, we will visit the garden Gartenarbeitschule Schöneberg (open for the public just this Sunday). From there we will cross the garden city Neu-Tempelhof, continuing to the former airport Tempelhof, which is today called again Tempelhofer Feld. There we will see the community gardens like Allmende-Kontor. If you still have energy, we will go on to the former common of Rixdorf (Neukölln) and finish our ride with some refreshments if possible at the organic Cafè Botanico with greens from their backyard garden or an other garden restaurant.

    Meeting at:
    Bülowbogen (Bülowstrasse corner with Dennewitzstrasse).
    Underneath the railway tracks of the U2. Entrance of Park at Gleisdreieck

    Participants are asked to bring propper bikes, water eventually some refreshments. Participants are also asked make a contribution of about 5 Euros up to 8 Euros.

    Sunday 10th of May 9.30 to 13.00

    Tour: Urban Agriculture in Berlin

    GFRAS Annual Meeting 2013, 24th – 26th of September, Berlin
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    5th of SeptemberMaxVomBauernGarten I. Visit to the „Bauerngarten“ at Berlin Gatow. It’s an urban farming project on the Berlin periphery renting small plots to citizens at three different locations within the urban area, managed by Dipl.-Ing. Max von Grafenstein. Max, who grew up on a farm near Göttingen, studied agriculture at the University of Kassel Witzenhausen. His special aim is to bring farming closer to the people as a real and hands-on experience, including week-end workshops and harvest celebrations. For an annual fee of ca. 230-390 € the members rent a piece of land of about 20-50 sq m which is already planted. Existing just for three years, he has now about 1000 gardeners on three different locations in the city. The circular plots are sprinkled with water from the nearby Havel River. The people just have to weed and eventually harvest. The Bauerngarten Havelmathen is located within the beautiful Berlin natural reservation Havelmathen south of the village of Gatow. The „Bauerngarten“ is certified organic under the label „Bioland“.

     II. The fields of Christian Heymann are located right next to the „Bauerngarten.“ In spring 2013, the trained farmer with 15 years of experience in organic farming launched the project „SpeiseGut“ on about three hectares of land. This agricultural enterprise combines the concept of Community Supported Agriculture („Solidarische Landwirtschaft“) with the direct marketing of its goods to well-chosen restaurants and catering companies in the region, which are part of the new urban green markets (e.g. Prinzessinnengarten, Culinary Misfits). Currently, the land is leased in a 10-year contract from the Bundesland Berlin, but – as Heymann explains – plans exist to buy land in the near future, as well as to expand in infrastructure, e.g. green houses, to prospectively serve about 150 CSA-members. Access to affordable land in the region Berlin/ Brandenburg is one of the difficulties to plan in the long run for a young farmer, particularly in the initial phase of such a business concept.
    Due to the fact that Havelmathen has been part of a nature reserve (Landschaftsschutzgebiet), the soil has not been treated in improper ways in the past, which makes Heymann hopeful to achieve the official seal of the „Naturland“ association in less than the required three-year period to accomplish the conversion to organic farming. The advice of such networks and colleagues, as well as leaflets, information events, and social media channels have all helped to successfully campaign for SpeiseGut: apart from the partnerships with local businesses, the CSA has currently about 60 members, who enjoy vegetables and fruits, flowers, as well as a range of processed and preserved goods (honey, juice, jam, vinegar, oil…) for a monthly fee of 55 Euro. In harvesting a large yellow beet, Christian Heymann demonstrates his impulse to raising consciousness for the complex issues of biodiversity and food sovereignty: purchasing seeds of robust heirloom varieties such as neglected root vegetables and cooperating with a nearby socio-pedagogically-oriented company that produces the seedlings.ChristHeymannklein

    III. The agrarian engineer Alfons Krieger works as a freelance consultant engaged in the conversion to organic farming in the North-East of Germany mainly for the “Verbund Ökohöfe Nordost e.V.” (formerly called Gäa-Nordost). For 13 years he has been working as a volunteer commissioner for certification procedures and developing the guidelines for this alliance of organic farmers, gardeners and organic food processors. Alfons Krieger’s main fields of expertise are the issues of soil fertility and ecological manuring. As part of his job he offers analysis of soil samples for local farmers and gardeners. Mr. Krieger emphasizes that due to the lack of financial resources of small organic farmers, he, as a freelancer, has to combine this kind of consultation work with sustainability certification for industrial plants.

    IV. Heike Kruspe, specialist consultant of Bioland e.V. for East-Germany, introduces the nationwide association Bioland, which is financed by its about 5700 members. They are farmers, gardeners, wine growers, and bee-keepers. The membership fees vary according to the size of the agricultural or horticultural holding. Bioland itself is a member of the, umbrella association of organic food producers and traders (Bund ökologischer Lebensmittelwirtschaft, BÖLW). It is also a member of the working group of family farming (Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, AbL).

    With the instrument of an own limited company, the Bioland GmbH, the organisation manages to certify stricter than the EU organic seal and also operates as controller. Bioland is recognized and appreciated along other national and international private labels such as Naturland or Demeter. Key to this agrarian producers‘ based association is its advisory function; but also its engagement as lobbyist influencing agrarian policies and research, and as marketing and public relations device. Consultation on economic, technical, as well as infrastructure and conversion related questions can be booked as various packages for respective fees, either via the available telephone hotline or during on farm visits. Apart from that, information is available on their homepage and via a newsletter; paper-based brochures and journals are published by the Bioland press.

    Producers‘ alliances between growers and processing businesses, all working according organic-biological principles, are given advice and support to by Bioland e.V. in order to enhance sales (directly marketed off the farm or via wholesale trade). Heike Kruspe mentioned the example of adapting to consumer needs and market niches currently „en vogue,“ such as the chokeberry (Aronia) or the demand for regional products and heirloom varieties of fruits used for dairy products such as yogurt.

    V. Domäne Dahlem in Berlin-Zehlendorf. After a short lunch, the participants joined Jacqueline Jancke for a guided tour through the Domäne Dahlem. The Domäne Dahlem had been a state farm in the southwest of Berlin for more than a century. In times of crisis as a small inner city farm, the Domäne Dahlem once faced threats of being shut down and turned into a sports and recreation facility for the Free University of Berlin. DomäneHühnerKleinBut a group of citizens and neighbours were successful in transforming the farm into an organic farm, supported by a “Stiftung” (foundation) and operating also as an outdoor museum exhibiting traditional ways of farming combined with an outdoor leisure park and an organic food store. As such, it is very successful in financing this independent museum with these different forms of income.

    VI. Bioland Farm Wendt in Berlin-Zehlendorf. Visit to the Bioland-Farm of Christian Wendt, Kleinmachnower Weg. This organic farm on the Berlin periphery (near Teltow) continues to be a farm which has been run by the family for generations. Christian transformed his father’s farm into an organic vegetable farm. His brother moved elsewhere out of Berlin (to the potenzmittelgermany.com Uckermark in Brandenburg) where he is raising animals. Together they have developed an exemplary collaboration for direct marketing within the city of Berlin through the catering project of their sister Elisabeth Wendt. Elisabeth has been selling her brothers’ products on various events and organic festivals. Today Elisabeth has her own bistro near Christian’s farm. Christian Wendt produces grain, hay and also rents pasture and stable space to urban horse owners. His wife successfully trains horses and young riders.WendthofSehrKlein 

    VII. Elisabeth Meyer-Renschhausen, a researcher of the working group small-scale agriculture (Arbeitsgruppe Kleinstlandwirtschaft und Gärten in Stadt und Land) and in the steering committee of the community garden  Allmende-Kontor (office for commons), a big community garden on the former airport Tempelhof, talked about the current development towards a new form of „urban agriculture“ and Community gardening. In the whole world we see a new social movement for urban farming in the cities in newly founded “international gardens” and other forms of “community gardens.” Berlin has risen within just ten years to the status of a kind of “world capital” of this new form of urban agriculture.

    (c) Elisabeth Meyer-Renschhausen