Urban Gardening strebt aufs Land

AnnaLindeEinsEMR VorhandeneProjekteKennenLernenEMR MöglicheFlächenErkundenGniesterSchweizEMR PottenBeiDerBahnhofsGenossenschaftBadDübenEMRMittels verschiedener Workshops im Rahmen des Naturparks Dübener Heide e.V. prüfen derzeit Gartenbegeisterte aus Stadt und Land, ob das Phänomen des derzeit allseitig bestaunten „Urban Gardenings“, also der gemeinschaftlichen Gärtnerei auch auf dem Land eine Chance hat. Insofern es beim Urban Gardening um kollektive Weiterbildung geht in Richtung eines Klima-neutralem und giftfreiem Essens sollte dem eigentlich nichts entgegen stehen. Und die Rückbesinnung auf regionale Eigenarten und traditionelles Wissen und „local food“ hat ebenfalls die meisten bereits überzeugt. So begann man nach einem theoretischen Auftaktworkshops mit einer Exkursion zum bekannten Gemeinschaftsgarten AnnaLinde in Leipzig. Zudem besuchte das Team die im Land bereits vorhandenen Projekte ähnlicher Ausrichtung wie z.B. Mischkultur e.V. in Gniest. Auf der Suche nach geeigneten Flächen streift man so durchs Land und lernt wunderbar verwunschene Orte kennen, geeignet für spannende Experimente aller Art. Zwischenzeitlich mussten die dem Vorhaben bereits zugewachsenen Pflänzchen umgetopft werden. Hoffentlich müssen sie das nicht allzu oft. Aber bevor die Setzlinge an ihren endgültigen Bestimmungsort kommen können, möchten die Projekt-Beiräte erst alle Möglichkeiten nach geeigneten Garten-Orten sorgfältig gesichtet haben. Dazu sucht man auch und besonders nach experimentierfreudigen „Pfadfindern“ und Gemüsefreaks aller Art, Umweltschützern, Naturfreunden und Gartenfreunden, die vielleicht Interesse und Zeit hätten, für kürzer oder länger eine Weile dabei zu helfen und mitzumachen. Bei Interesse bitte melden: torsten.reinsch@naturpark.duebener-heide.de

weiterlesen hier:UrbanGardeningInBadDüben.pdf

und hier: Paula Passin

Allmende-Kontors Gemeinschaftsbeete

GetreideKringelZuStaudenbeetEMRGärtnerinHildegardHEMR Im Gemein-schaftsgarten Allmende-Kontor auf dem Tempelhofer Feld gibt es wie in anderen Interkulturellen Gärten etwa 250 individuelle Beete, die von Kleingruppen oder auch von Einzelnen gepflegt werden. Manche Beete sind winzig, andere hingegen sind nahezu schon ganze Haziendas. Denn einige Gärtner haben über die Jahre die Beete der Nachbarn, die andauernd verreist sind, mit in Pflege genommen. Andere wohnen sehr nah und finden auf ihren Wegen immer wieder verstoßene oder sonstwie heimatlose Pflanzen… Und so buchten sich ihre Beete in alle Richtungen aus. Wachsen wie ein Feigenkaktus, mal hier mal da in die schmalen Wege hinein, die so nicht überall mehr die geforderte Schubkarrenbreite aufweisen. — Gemeinschaftsbeete gibt es aber auch. Zum Beispiel sind die meisten Randbeete mit ihren bienenfreundlichen Schlehen, Sanddorn- oder anderen Beerenbüschen oder Apfelbäumchen Gemeinschaftsbeete. Auch der sogenannte Getreidekringel – ein Beet, das im ersten Allmende-Jahr von befreundeten Projekten als Kornkreis angelegt wurde. Nachdem die Krähen heraus hatten, dass hier für sie gesät worden war, war es aus mit den hochwogenden Roggenhalmen. So versuchen einige wackere Allmende-Gärtnerinnen seit Jahren ein Staudenbeet daraus zu machen, um ein lauschiges Plätzchen zu schaffen, in dem sich Gärtnerinnen und Besucher auch mal mit ihrem Buch verstecken können oder pfiffige Überlebens-Künstlerinnen etwa wieder Massagestunden anbieten können. Nachdem im Winter die Rosen- und Holunderbabies aus diesem Common mal wieder lange Beine bekommen hatten und ein Teil der Wildaussaat von einem tapferen Mitgärtner mit Erde zugedeckt worden war, versuchten es einige Nimmermüde kürzlich wieder das runde Hügelbeet zu festigen, zu besäen und als Kräuter- und Staudenbeet zu bepflanzen. Während unter dem Zeltdach die Jugend der Welt fröhlich musizierte, kamen zum ersten Arbeitseinsatz fünf. Das Durchschnittsalter war 77. Kein Kunstück – dank Gärtnerin Hildegard, die mit 87 immer noch mitackert. Dieses Wochenende gibt es ein kleines Porträt von der vielleicht „dienstältesten“ Gärtnerin des in der taz – der tageszeitung.

Hildegard im Allmende-Kontor

SpontanMusikImAllmendeGartenEMRInternationalerJugendaustauschImAllmendeEMR

Landwirtschaft zwecks Ernährung?

KleinbäuerinnenMitEinkommenFotoEMRDieHauptstadtgärtnerAufDerGrünenWocheEMRBodenLebenLassenFotoEMR„W130TreckerInBerlinFotoEMRir haben es satt“ 130 Trecker in Berlin, 20.000 Demonstranten bereits zum siebten Mal: Macht endlich Schluß mit der zerstörerischen Landwirtschaftspolitik, die die Umwelt und ja eigentlich noch nicht einmal nur die Böden, sondern die ganze Erde zerstört! Auf der Grünen Woche in der Halle des Ministeriums für Wirtschaft und Entwicklung ein ganz anders Bild: Die Bedeutung der kleinbäuerlichen Landwirtschaft als Einkommensquelle und Prävention gegen Migration Richtung Europa wird endlich, nun, da es fast zu spät ist,  anerkannt. Der Entwicklungsminister zeigt sich mit Kleinbäuerinnen und Köchen aus Kenia, Äthiopien oder Burkina Faso. Die kirchlichen Entwicklungshilfe-Organisatonen „Brot für die Welt“ und „Misereor“ treten erstmals auf der Grünen Woche auf. Beide treten für eine Umwelt- und Menschenverträgliche Ernährungsform ein, die den ökologischen Fußabdruck unseres täglichen Brots auf den Level reduziert, der in Afrika (noch) Gang und Gebe ist und die einzige Variante, unsere Erde nicht zu zerstören. Die Autorin gibt zu, dass sie überrascht war, im Maßspiel von „Brot für die Welt“ als sozusagen „low budget“ Verbraucherin eingestuft zu werden, AufKleinemÖkologFussAbdruckLeben3kldie sich im Prinzip mit kaum einem viel größeren ökologischen Fußabdruck ernährt, als die meisten.Menschen des globalen Südens. Kaum Fleisch oder Fisch, kein Fertigfutter, sondern saisonal, regional, fairtrade und bio – das geht in Berlin mit seinen vielen Wochenmärkten, Biobauern und Bioläden leicht.

Urban Gardening, städtische Agrarkultur oder Landwirtschaft war das Thema am Stand nebenan bei der Entwicklungshilfsorganisation Misereor. In den Megastädten des globalen Südens mit ihrer notorischen Arbeitslosigkeit für die meisten der Bewohnerinnen ist der systematische Gemüseanbau „ohne Gift und Geld“ für die Selbstversorgung eine Überlebenshilfe und Notwendigkeit. Noch besser ist es, wenn die Garten-Grundtücke groß genug ist, so daß auch für den Straßen-Verkauf oder den lokalen Gemüsemarkt produziert werden kann: in Belo Horiconte in Brasilien helfen die Gärtnerinnen sich gegenseitig im Rahmen einer Kooperative. Diese Form der „urban agriculture“ bringt so den Einen ein kleines Einkommen und den Anderen auch in Armenvierteln bezahlbares frisches Grün mit dem Aroma des natürlich Gewachsenen und frisch Geernteten auf den Tisch.

Das wunderbare „Green Me Global Festival For Sustainability“ litt leider offenbar an der Terminhäufung: Bisher immer sehr gut besucht, fanden sich in diesem Jahr, GreenMeFestivalFotoEMRklda die meisten Berliner Öko-Aktiven wohl noch auf der Grünen Woche am Sich-vernetzen-waren, unangemessen wenige Besucher ein. Das ist schade, denn auch wenn der Eröffnungsfilm „Bevor the Flood“ von Fischer Stevens, obschon sehr informativ,  etwas traurig und dröge war, waren andere Filme, wie besonders derjenige aus und über Nigeria „Nowhere to run: Nigeria´s Climate and Environmental Crisis“ von Dan McCan, ausgesprochen erhellend und sehenswert. Boko Haram ist eben auch ein Ergebnis des vom globalen Norden verursachten Klimawandels und der rücksichtslosen Agrarpolitik des IWF, der USA oder der Europäischen Union mit den Folgen wie einem ausgetrockneten Taschadsee und einer riesigen Erwerbslosigkeit und also oft auch Aussichtslosigkeit in Stadt und Land, zumal für Jugendliche. Erschreckend wirkte auf die Autorin besonders ein Dokumentarfilm übers Fracking: „Groundswell Rising – Protecting our Childrens Air & Water“ von Renard Cohen. Er zeigt die Bürgerproteste gegen die rücksichtslose Zerstörungen von Trinkwasserquellen und ganzen Landschaften durch das Fracking in den USA, das brutalst Bergtäler oder Dörfer vernichtet, das Grundwasser und so auch Kleinkinder vergiftet. Immerhin konnten die Bürgerproteste im Einzugsgebiet des Delaware River weitere Frackingbohrungen verhindern.

Die Hauptstadtgärtner von Tempelhof

Meyer-RenschhausenAm 8. Juli 2016 wurde auf Initaitive einer örtlichen Naturschützerin in der Kiez-Buchhandlung Menger am Tempelhofer Damm in Berlin-Tempelhof das Buch „Die Hauptstadtgärtner“ erneut vorgestellt. Und zwar diesmal nahe des „Orts des Geschehens“, dem Tempelhofer Feld. Anschließend wurde es mit Renate Künast, der ehemaligen Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und langjährigen Abgeordneten im Deutschen Bundestag diskutiert. Die Juristin Künast ist nämlich zudem leidenschaftliche Gärtnerin und hat gerade die Schirmherschaft über einen Flüchtlingsgarten übernommen. Als eine Voraussetzung einer neuen urbanen Agrarkultur interessierte das Publikum besonders die Frage des Umgangs mit den Commons, also den „Gemeinheiten“ und Allmenden – zumal angesichts des Flüchtlingsdramas. Wissen wollten die Zuhörer aber auch, wie man sich „fair“ so ernährt, dass man durch sein Einkauf- und Kochverhalten weder Klima, Böden oder die Bauern schädigt und möglichst auch keine Kleinbäuerinnen im globalen Süden. Renate Künast lobte, dass im Buch nicht nur erklärt wird, wie man  etwa Tomaten in Kisten pflegt, und  von wo aus die Pflanzen jeweils eingewandert sind, sondern dass auch die ernährungsphysiologischen Seiten der einzelnen Gemüse angesprochen sind. So wäre es möglich, nicht nur die Kräuter, sondern auch alle Gartengemüse (altmodisch gesprochen:) „diätetisch“, also „therapeutisch“ einsetzen. Das anregende Gespräch in der gemütlichen Buchhandlung führte schließlich zu diversen Buchkäufen…

 

Biolandbau auf dem Staudenmarkt

IMG_7125Seit Jahren organisiert der „Gärtnerhof“ aus Berlin-Frohnau alljährlich zwei „Staudenmärkte“ im Botanischen Garten. Hunderte von gartenbegeisterten Berlinerinnen und Brandenburger kommen so z.B. an einem Aprilwochenende zusammen, um die Erzeugnisse der Stauden-gärtnereien aus Brandenburg oder Sachsen-Anhalt, Thüringen bis Ostfriesland oder Polen, Österreich und den Niederlanden etc. zu bewundern und zu erstehen. Der Gärtnerhof ist einer der ersten „neuen“ Gartenbau-betriebe Berlins, der vor über 30 Jahren einmal als „grüner Kollektivbetrieb“ begann. Und daher wohl wird der Staudenmarkt bis heute auch besonders von der TAZ, dem BUND oder ähnlichen Institutionen des alternativen Berlins unterstützt. Erfreulich ist, dass immer mehr zertifizierte Biobetriebe Öko-Pflanzen anbieten, die aus samenfesten Sorten gezogen wurden oder als weniger überzüchtete alte Rosen- oder Kartoffelsorten nahe an die Stabilität von Wildpflanzen heran kommen. IMG_7127Schade ist es, dass die meisten interkulturellen Gemeinschaftsgärten resp. Betriebe der neuen urbanen Agrarkultur – abgesehen von den beiden geförderten Projekten „Berlin summt“ und „Prinzessinnengarten“ – wieder von der Bildoberfläche verschwunden sind. Ursache ist die  Arbeitsüberlastung der (meistenteils ehrenamtlichen) Mitarbeiter dort. Und so gab es in diesem Jahr auf dem Staudenmarkt weder Salatsetzlinge zu erstehen noch Geschichten aus den Interkulturellen Gärten zu hören. Allerdings gibt es auf dem Staudenmarkt nunmehr mehrere Gartenbaubetriebe, die alte Saatkartoffeln oder samenfestes Saatgut anbieten. Auch der Berliner  Imkerverband ist präsent und manche Gartenzeitschriften sowie auch etwa die einschlägige „Buchhandlung am Kleistpark“. IMG_7118Richtungsweisend scheinen der verfasserin besonders jene Stände, die neue Initiativen aus dem ländlichen Raum vorstellen, in deren Rahmen z.B. Wildkräuter-Wissen, Wollverarbeitung oder Touren durch die Naturparks angeboten werden. In der Regel arbeiten sie zwar „nur“ als Nebenerwerbsbetriebe stehen damit aber in schöner Tradition von den das Ruhrgebiet ernährenden Bäuerinnen der 1920er Jahre bis hin zur „individuellen Hauswirtschaft“ der LPG-Bauern in den sozialistischen Staaten 1961 bis 1989.

Berlin´s Community Gardening by bike

OLYMPUS DIGITAL CAMERAExplore Berlin as a garden city with many green spaces driven by citizen’s initiatives. We will cross three of the biggest public parks which are the result of citizen’s initiatives, a central school garden and three community gardens. The meeting point is at the entrance of the park Berlin-Gleisdreieck. From there, we will pass community gardens, we will cross the Flaschenhals to the natural park Schöneberger Südgelände, we will visit the garden Gartenarbeitschule Schöneberg (open for the public just this Sunday). From there we will cross the garden city Neu-Tempelhof, continuing to the former airport Tempelhof, which is today called again Tempelhofer Feld. There we will see the community gardens like Allmende-Kontor. If you still have energy, we will go on to the former common of Rixdorf (Neukölln) and finish our ride with some refreshments if possible at the organic Cafè Botanico with greens from their backyard garden or an other garden restaurant.

Meeting at:
Bülowbogen (Bülowstrasse corner with Dennewitzstrasse).
Underneath the railway tracks of the U2. Entrance of Park at Gleisdreieck

Participants are asked to bring propper bikes, water eventually some refreshments. Participants are also asked make a contribution of about 5 Euros up to 8 Euros.

Sunday 10th of May 9.30 to 13.00